Eigene Vorsorge
Zweimal täglich gründlich zwei Minuten putzen ist das Minimum. Entscheidend ist jedoch die sorgfältige Reinigung – besonders nach Mahlzeiten. Bei sauren Lebensmitteln sollte man ca. 30 Minuten warten, da der Zahnschmelz kurzzeitig aufgeweicht ist.
Zähneputzen
1. Grundregeln des Zähneputzens
Mindestens zweimal täglich putzen; ideal nach jeder Mahlzeit (Ausnahme: Säuren → 30 Minuten warten).
2. Putztechniken für Erwachsene
Bass-, Stillman-, Rotations- und Massage-Technik – je nach Bedürfnis. Für Kinder eignet sich die KAI-Technik.
3. Ergänzende Mundpflege
Zahnseide, Zungenreiniger und andere Hilfsmittel sind notwendig, da die Bürste nur ca. 2/3 der Zahnoberflächen erreicht.
4. Zahnpflege bei Babys und Kindern
Ab dem ersten Milchzahn (6.–9. Monat) mit der Pflege beginnen – anfangs mit Tuch oder Wattestäbchen.
5. Folgen unzureichender Mundpflege
Seltenes Putzen führt zu starken Belägen → Karies & Parodontitis können entstehen.
Putztechniken
Es gibt verschiedene Zahnputzmethoden. Eine einzige „richtige“ Technik existiert nicht – entscheidend ist die Anwendung, Präzision und Regelmäßigkeit.
1. Unterschiede der Techniken
Variieren hauptsächlich in der Bewegungsrichtung der Bürste.
2. Individuelle Empfehlung
Geeignete Technik wird in der Praxis erklärt, gezeigt und ggf. korrigiert.
3. Ziel
Bei täglicher Routine finden Patient*innen heraus, welche Technik am besten funktioniert.
Zahnbürsten
Die Zahnbürste ist das wichtigste Mundhygiene-Werkzeug. Ein kurzer Bürstenkopf, abgerundete Kunststoffborsten und mittlere Härte sind optimal.
1. Pflege der Bürste
Nach der Nutzung mit heißem, klarem Wasser ausspülen und trocken lagern.
2. Regelmäßiger Wechsel
Zahnbürsten sollten häufig ersetzt werden, besonders bei gespreizten Borsten.
3. Handbürste oder elektrisch
Beides ist geeignet – entscheidend ist eine gründliche Putzdauer von mindestens ca. 3 Minuten.
Zahnpasten
Zahnpasta macht die Reinigung deutlich effektiver und unterstützt die Kariesvorsorge durch Fluorid.
1. Funktionen der Zahnpasta
Abrasive Partikel lösen Beläge; Schaum transportiert sie aus dem Mund.
2. Fluoridgehalt
Schützt den Zahnschmelz und beugt Karies vor.
Zahnpflegeprodukte
Da die Zahnbürste nur zwei Drittel der Zahnoberflächen erreicht, sind zusätzliche Hilfsmittel notwendig.
1. Zahnzwischenraumreinigung
Zahnseide, Zahnhölzer, Interdentalbürsten & Zungenreiniger unterstützen eine vollständige Reinigung.
2. Professionelle Zahnreinigung
Entfernt hartnäckige Beläge, besonders in Zwischenräumen, und ergänzt die persönliche Mundpflege optimal.
Zahngesunde Ernährung
Neben der häuslichen Pflege trägt eine zahngesunde Ernährung entscheidend zur Vorbeugung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen bei.
1. Zuckerarme Ernährung
Zucker so selten wie möglich konsumieren – Häufigkeit ist schädlicher als die Menge.
2. Getränkeauswahl
Bestenfalls Wasser oder ungesüßter Tee; zucker- und säurehaltige Getränke nur selten.
3. Ausreichend trinken
Wichtig bei geringer Speichelproduktion, z. B. durch Medikamente.
4. Zuckerfreier Kaugummi
Regt Speichelfluss an – als Ergänzung, nicht als Ersatz fürs Putzen.
5. Fluoridhaltige Lebensmittel
Fisch, fluoridiertes Salz, manche Mineralwässer stärken den Zahnschmelz.
6. Vollkorn bevorzugen
Fördert die Speichelbildung – Speichel neutralisiert Säuren und liefert Mineralstoffe.
7. Zahnfreundliche Alternativen
Joghurt mit Früchten statt Schokolade; zahnfreundliche, zuckerfreie Süßigkeiten.
8. Regelmäßiges Putzen & Zahnseide
Nach Hauptmahlzeiten reinigen, Zwischenräume nicht vergessen.
9. Vorsicht bei Säuren
Nach sauren Speisen oder Getränken 30 Minuten warten, bevor geputzt wird. Mund zwischendurch mit Wasser ausspülen.
